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Marc-Uwe Kling: Neues vom Känguru

Neues vom Kleinkünstler Marc-Uwe Kling und seinem kommunistischen Känguru! Nicht nur, dass Kling am 12. und 13. Juni im seit Monaten ausverkauften Berliner Mehringhof-Theater Geschichten vom Känguru lesen wird – es sind auch noch alle Geschichten neu. Jetzt werden viele sagen: Wie? Aber Kling wollte doch nix mehr übers Känguru schreiben! Jaaa. Aaaaber: Was im Herbst als Buch und Hörbuch (Mehringhoftheater!) erscheinen wird, sind die Känguru-Apokryphen. Apokryphen aber waren mal Texte, die es nicht in die Heilige Schrift geschafft haben, heute würde man dazu beim Film „Deleted Scenes“ sagen. Kling ist mit diesem Titel zwar ganz schön nassforsch-arrogant, das aber nicht  zu Unrecht: Seit Jahren verkaufen sich seine Bücher wie geschnitten Brot, die Stadttheater zahlen ihm zudem seit geraumer Zeit Tantiemen, damit sie das Känguru inszenieren dürfen, und jetzt verfilmt auch noch Dani Levy das Känguru fürs Kino. Über die gecasteten Schauspieler war bis vor wenigen Tagen noch gar nichts bekannt, dann plauderte Levy beim Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin: Henry Hübchen werde mitspielen. Doch bevor Kling-Fans Schnappatmung bekommen: Hübchen wird weder das Känguru noch Kling spielen. Welche Rolle der frühere DDR-Surfmeister und Film-Beau kriegt, verriet der bekennende Hübchen-Fan Levy aber nicht. Wie kriegen wir jetzt die Kurve zurück zu Kling, dem leidenschaftlichen Poetry-Slammer, der noch immer mit seinen Freunden der frühen Jahre die Lesebühne „Die Lesedüne“ veranstaltet? Ach, sehen Sie doch einfach die Lesung oben im Video!