Merz gegen Merz
Merz gegen MerzFoto: ZDF

Entertainment | TV-Serie

Merz gegen Merz: Start heute im ZDF

Showrunner Ralf Husmann, der Vater der ultimativen Büroserie „Stromberg“, schrieb den beiden die neue Scheidungsserie auf den Leib, in der Komik und Tragik Hand in Hand gehen. Im Interview mit kulturnews erzählt der Autor von „Merz gegen Merz“ über die neuen Möglichkeiten, gute Serien zu drehen.

„Das lineare Fernsehen“, so Husmann, „liegt zwar noch immer auf der Intensivstation, aber das fiktionale Erzählen hat gerade eine Hochphase.“ Dass er aktuell auch schon wieder für die Privaten dreht, begründet der Autor, der hierzulande wie kein zweiter das komische Format so perfekt beherrscht: „Ich bin da wie immer so ne Prostituierte, die für jeden arbeitet, der mir Geld gibt.“ In „Merz gegen Merz“ ist Husmann der Spagat zwischen Comedy und tragischen Themen wie Scheidung oder die Krankheit Alzheimer gelungen, ohne dass das eine das andere desavouiert. Wie das gelang, begründet Husmann ganz praktisch: „Wir haben versucht, das, was wir erzählen, ernst zu nehmen. Ich habe Fälle von Demenz oder Alzheimer im privaten Umfeld ja auch schon erlebt. Diesen Menschen fallen alltägliche Dinge schwer, oder sie werden ganz unmöglich. Gleichzeitig entstehen dadurch wahnsinnig komische Situationen. Das Gleiche gilt für das Ende einer Beziehung. Da streiten sich dann Annette Frier und Christoph Maria Herbst nicht einfach nur so, sondern richtig brachial. Aber der eine hat halt noch das Schlafshirt an, wo vorne die Diddlmaus drauf ist. Und so wird die Ehe verhandelt! Pathos und das völlig Banale prallen aufeinander.“

Das ZDF strahlt „Merz gegen Merz“ ab heute in Doppelfolgen aus. Auftakt ist um 22.15 Uhr, am Karfreitag pausiert die Serie, um dann an allen Ostertagen fortgesetzt zu werden. In der ZDF Mediathek sind alle Folgen bereits jetzt abrufbar. Auf DVD und Blu-ray erscheint die Serie am 23. 4.