THEATER | Bochum, Schauspielhaus: 17.–30. 5.

„Orest in Mossul“ kommt aus Gent nach Bochum

Orestien gibt es viele. Aischylos’ antiker Gründungsmythos voller Mord, Blut und Rache ist in den Theatern allgegenwärtig. Der Schweizer Regisseur Milo Rau und das NTGent wollten aber einen Schritt weiter gehen, sogar raus aus dem Theater, um den Stoff in die Gegenwart zu holen. Wie können die Parteien im syrisch-irakischen Bürgerkrieg wieder friedlich miteinander leben? Für Rau is das letztlich die älteste Frage der Menschheit, nämlich wie lässt sich ein Vergehen sühnen, ohne dass wieder neue Gewalt provoziert wird. Filmaufnahmen aus dem Irak vom Entstehungsprozess des Stückes werden Teil der Aufführung sein, die knapp 2 Wochen in Bochum zu Gast ist.