Proof: Deichtorhallen, Hamburg

Drei Künstler aus unterschiedlichen Epochen und unterschiedlichen Gattungen beschäftigen sich auf frappierend ähnliche Weise mit den Schrecken des Krieges: Francisco Goya (1746–1828) im Bereich der Druckgrafik, Sergej Eisenstein (1898–1948) als Filmemacher und Robert Longo (*1953) als Maler und Filmkünstler.

Die Ausstellung „Proof“ bis 27. Mai in den Hamburger Deichtorhallen wurde in enger Zusammenarbeit mit Longo selbst konzipiert, der sich so in eine Reihe mit den früher aktiven Künstlern stellt, dabei allerdings das Sujet immer im Blick behält. Und dieses Sujet hat auch 2018 nichts verloren von seiner Abgründigkeit und seiner Hoffnungslosigkeit – wer Nachrichtenbilder aus Syrien sieht, fühlt sich schnell versetzt in die beängstigenden Grafiken Goyas, die detailreich die Untaten der napoleonischen Soldaten gegen die spanische Bevölkerung beschreiben.