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Foto: © Guido Mencari

THEATER

Ruhrfestspiele Recklinghausen

Ja, man darf sich mit den Ruhrfestspielen schwer tun. Weil man manchmal denkt, dass da eines der traditionsreichsten Theaterfestivals des Landes vollkommen unkuratiert vor sich hin spielt. Und dann schaut man sich das Programm etwas genauer an und stellt fest: Das sind ja durchaus spannende Produktionen, die hier noch bis 19. 6. gezeigt werden, unter anderem „Die Orestie“ von Katholizismus-Provokateur Romeo Castellucci (als Koproduktion mit Castelluccis eigener Gruppe Socìetas Raffaello Sanzio, Foto), „Apokalypse“ von Publikumsliebling Herbert Fritsch (als Koproduktion mit der Berliner Volksbühne) und Christian Stückls „Der Diener zweier Herren“ (als Koproduktion mit der Wiener Burg).

Alles Hochkaräter, also, und nicht nur schicke, teure Einladungen, sondern auch echte Gemeinschaftsarbeiten. Nur ein wenig für sich stehend, aber, naja, Qualität bleibt auch dann noch Qualität, wenn sie nicht in einem größeren Zusammenhang präsentiert wird.