VÖ 5. 7. The Soft Cavalry veröffentlichen ihr Debütalbum.
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MUSIK | Album der Woche

The Soft Cavalry: „The Soft Cavalry“

Rachel Goswell bleibt umtriebig: Neben den wiederbelebten Slowdive unterhält sie mit Musikern von Mogwai und den Editors das Nebenprojekt Minor Victories und war zuletzt als Gastsängerin für Mark Kozelek und die Beach Fossils aktiv. Darüber hinaus unterstützt sie nun auch ihren Ehemann und dessen Projekt The Soft Cavalry.

Für den Enddreißiger Steve Clarke ist das erste Album, das er von Anfang bis Ende als Mastermind gestaltet hat, eine nachträgliche Aussöhnung mit der Vergangenheit: Nach wechselnden Bandprojekten und einer Scheidung hing er vor einigen Jahren in einer Identitätskrise fest, bis er als Tourmanager von Slowdive schließlich Goswell kennenlernte, die er im letzten Jahr geheiratet hat. Geschickt nutzen die beiden das gute, alte Albumformat, indem sie mit flirrendem Dreampop beginnen: Der Opener „Dive“ kontrastiert das Hadern mit der Midlifecrisis durch musikalische Leichtigkeit, die im Verbund gesungenen Songs „Bulletproof“ und „Never be without you“ betten sie auf sanfter Elektronik, bei „Careless Sun“ experimentieren sie mit dem derzeit unumgänglichen Vocoder, und das wunderschöne „Passerby“ meistert Goswell im Alleingang.

Mit diesem Vorlauf funktioniert dann auch die hochpathetische, am Kitsch schrammende zweite Albumhälfte. Der Pianoballade „Mountains“ und dem mit orchestralem Bombast endenden „The ever turning Wheel“ sollte man aber dennoch nur in einer lauen Sommernacht und mit viel Rotwein entgegen treten.

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