Fashion und Film: Stilikonen als Trendsetter [Fashiontipp]

Viele modische Trends und Styles wurden in der Vergangenheit von Filmstars etabliert. Vor allem Hollywoodlegenden haben ihre eigenen, individuellen Trends gesetzt und damit die Modewelt bereichert. Angefangen bei Kleidung über Accessoires oder einfach nur einem anderen Weg, Kleidungsstücke miteinander zu kombinieren, haben Stilikonen einen weitreichenden Einfluss auf die Modewelt.

Audrey Hepburn und das kleine Schwarze

Unvergessen bleibt die Szene aus Frühstück bei Tiffany, als Audrey Hepburn als Holly Golightly, bekleidet mit dunkler Sonnenbrille, schwarzem Kleid und Handschuhen vor Tiffany`s in New York steht. Aus einer Tüte holt sie einen Becher Kaffee und ein Croissant heraus und schlendert elegant am Schaufenster vorbei. Diese kurze Filmszene reichte schon aus, um das kleine Schwarze als mondänes, schickes Ausgehkleid zu einem Must-have zu machen. Der Designer Hubert de Givenchy kleidete Audrey Hepburn in dieses zeitlose Outfit und bezeichnete sie als die Muse seines Lebens. Der Audrey-Look erfreute sich nicht nur in den 50er und 60er Jahren großer Beliebtheit, sondern auch heute ist es wieder in, sich elegant, wie eine Dame von Welt, zu kleiden. Wer sich selbst wie Audrey Hepburn stylen möchte, kann zum Beispiel hier Inspiration finden. Prinzipiell reichen ein paar wenige Teile, um sich selbst ein Outfit im Audrey Style zu zaubern.

Marlene Dietrich und die Marlenehose

Marlene Dietrich gelang es in den 30er Jahren als erste deutsche Schauspielerin auch in Hollywood bekannt zu werden. Mit den Filmen Marokko und Shanghai-Express wagte sie den Schritt über den großen Teich, obwohl sie seinerzeit  nicht zu den klassischen Frauentypen gehörte. Ihr unverwechselbarer Stil und ihre kühle Art machten sie schnell berühmt. Am liebsten trug Marlene Dietrich auf der Bühne Männerkleidung, bewahrte sich aber immer einen weiblichen Touch. Genau diese Mischung, aus maskuliner Kleidung und ihrem weiblichen, charmanten Auftreten, ist vielen Zuschauern heute noch in Erinnerung geblieben. Abseits des Theaters und des Filmes trug die Stilikone gerne gerade geschnittene Männerhosen mit Bügelfalte, die heute als Marlenehosen bezeichnet werden.

James Dean und der rebellische Look

Doch nicht nur Frauen setzen unvergessliche Trends. Der rebellische Look von James Dean war in einer eher konservativen Zeit nicht nur ein absoluter Hingucker, sondern führte auch zu einer regelrechten Jugendbewegung nach seinem frühen Tod. Sein Style war schlicht, legere und trotzdem unvergessen: Ein weißes Shirt, Jeans und schwarze Stiefel gehörten zu seinen Markenzeichen. Durch den Film …denn sie wissen nicht, was sie tun erlangte der Look absoluten Kultstatus. Auch die lässig im Mund steckende Zigarette, der Cowboyhut und die typische James-Dean-Frisur gelten heute noch als cooles, rebellisches Outfit.

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Elvis Presley und das Flamingopink

Elvis Presley gilt als männliche Stilikone schlechthin. Dabei ist er nicht nur als Trendsetter eines Stils bekannt, sondern er brachte im Laufe seiner Karriere gleich mehrere Looks auf den Weg. Angefangen bei seinen frühen Rockabilly- und Americana-Outfits bis hin zu seinen pompösen Las-Vegas-Kostümen, setzte der King of Rock`n`Roll so einige Trends. Neue Maßstäbe in der Männermode zu etablieren, war vor allem in den 50er Jahren, nicht einfach. Durch den Schrecken des Zweiten Weltkrieges und den sich entwickelnden Kalten Krieg setzte sich der trockene Ivy-League-Stil durch, der aus konservativen Anzügen mit Krawatte und Loafern bestand. Mit viel Mut brachte Elvis Presley bunte Farben und Blumenmuster auf das Parkett und bereicherte die Modewelt vor allem mit der Farbe Pink. Sein Rockabilly-Look bestand aus Stoffhosen oder Jeans, Arbeiterhemden und Creepers-Schuhen während er später in Vegas im Glitzeranzug in Weiß über die Bühne fegte.  Die Elvis-Tolle ist noch heute beliebt und wird als Aushängeschild jedes Rockabilly-Anhängers gerne getragen.