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Foto: Klaus Lefebvre

THEATER

Trilliarden: Deutsches Schauspielhaus Hamburg

Einst entdeckte Tom Stromberg eine junge Dramatikerin und Autorin namens Ingrid Lausund fürs Hamburger Schauspielhaus. Hier zeigte Lausund Anfang der Nullerjahre sehr komische, sehr böse Abende wie „Hysterikon“ und „Bandscheibenvorfall“, die wie eine komödiantische Frischzellenkur in der bedeutungsschwangeren deutschsprachigen Dramatik dieser Zeit wirkten. Spätere Stücke tendierten dann zwar ein wenig ins Bemühte, die Qualität Lausunds aber ist seither unbestritten.

Später entwickelte sie unter dem Pseudonym Mizzi Meyer die Fernsehserie „Der Tatortreiniger“ mit dem begnadeten Komödianten Bjarne Mädel in der Hauptrolle, auch der ein Gewächs aus Strombergs Schauspielhaus, das fürs Theater mittlerweile verloren scheint. Entsprechend ist es eine charmant-nostalgische Überraschung, dass Lausund und Mädel jetzt noch einmal ein Stück an der Kirchenallee zeigen – „Trilliarden: Die Angst vor dem Verlorengehn“ ist „ein Stück über Todesangst und Bleibenwollen, die Suche nach unzweifelhaften Überzeugungen und den Glauben an die lebensverlängernde Wirkung von Broccoli“. Wir kichern jetzt schon.