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Foto: © Paul Leclaire

THEATER

Weiße Rose: Staatenhaus Köln

Ja, Udo Zimmermanns 1968 uraufgeführte und 86 überarbeitete Oper „Weiße Rose“ liegt in der Schublade Neue Musik, das gilt als Kassengift, und entsprechend ist es mutig, wenn eine Dramaturgie so etwas auf den Spielplan setzt. Aber „Weiße Rose“ ist eine Ausnahme: Bei aller kompositorischen Vertracktheit wird das Werk immer wieder aufgeführt, und das nicht ohne Erfolg.

Das breite Publikum ist also durchaus bereit, sich mit schwierigeren Stoffen auseinanderzusetzen – jetzt auch in der Neue-Musik-Hochburg Köln, wo Regisseurin Niki Ellinidou sich an die „Szenen für zwei Sänger und 15 Instrumentalisten“ wagt. 2015 wurde die Absolventin der Russischen Akademie für Theaterkunst für ihr „Weiße Rose“-Konzept mit dem Europäischen Opernregiepreis ausgezeichnet, die Inszenierung wird also schon im Vorfeld hoch gehandelt. Am Pult steht der Kölner Studienleiter Arne Willimczik.