WeissenhofCity_Abb_CC
Axel Foli, Collage unter Verwendung von Fotografien von Sailko nach Lizenz CC-BY-3.0, 2018

KUNST | Stuttgart, Staatsgalerie

Ausstellungseröffnung: Weissenhof City

Strahlend weiß, fast mediterran anmutend windet sich die Weißenhofsiedlung über die idyllische Halbhöhenlage des Stuttgarter Killesbergs. 33 kubische Flachdachhäuser wurden 1927 in nur vier Monaten Bauzeit nach den Prinzipien des Neuen Wohnens errichtet, darunter zwei zum Unesco-Welterbe erklärte Bauten von Le Corbusier sowie Häuser von Peter Behrens, Ludwig Mies van der Rohe und Walter Gropius. Die Nationalsozialisten wollten das „Araberdorf“ direkt wieder abreißen lassen, was der folgende Kriegsausbruch glücklicherweise verhinderte. Die Ausstellung „Weissenhof City. Von Geschichte und Gegenwart der Zukunft einer Stadt“ (Staatsgalerie Stuttgart, 7. 6.–20. 10.) arbeitet nun im Bauhaus-Jubiläumsjahr die damaligen Ideen für städtischen Wohnraum auf und entwickelt sie konsequent weiter: Internationale Künstler durchdenken ausgehend von Archivmaterial und Stadtraum, wie die Gedanken des Bauhaus ins Heute und vor allem in unsere urbane Zukunft übersetzt und weitergedacht werden können. Die Videos, Installationen und Interventionen entstehen teils im Prozess des Ausstellungsvorhabens und werden durch Spaziergänge und Workshops ergänzt.